Vorgestern war es soweit: Ich habe das gute alte Deutschland hinter mir gelassen. Vorher ein letzter Abschied von der Familie und den Freunden – hierbei ein ganz dickes Dankeschön nochmal an Angela, Steffi, Kai und Christoph, eure Abschiedssparty war einfach super! – und dann saß ich auch schon allein im Flieger. Allein? Nein nicht ganz, denn mit Helmut und Dietmar hatte ich doch 2 Freunde neben mir sitzen, mit denen sich die 8 Stunden Flugzeit (und ca. 4 Stunden Verspätung des Abflugs) gut vorüberbringen ließ.
Angekommen in Toronto waren auch alle Koffer wieder vorhanden und die Einreise auch nur noch Formsache. Nur von unserem ‚Hostel Taxi‘, dass uns unserer Unterbringung fahren sollte, war nichts zu sehen. Aber dafür gab es da an einem Infoschalter ein älteres Paar ehrenamtlicher Mitarbeiter, die uns den Weg mit Bus und Bahn sehr schön erklärt haben. Also direkt auf zur Bushaltestelle – wo gleich auffiel, das Kanadier wirklich so freundlich sind wie ihr Ruf. Denn als wir, scheinbar ein wenig ratlos aussehend, vor dem Abfahrtsplan standen, kam gleich ein Busfahrer aus seinem Bus gestiegen, und hat und direkt noch einmal erklärt, welchen Bus wir nehmen sollten.
Nachdem wir unsere Koffer dann in den Bus, und schließlich in die ‚Subway‘ gehieft hatten, haben wir auch direkt wieder ein paar neue Kurzbekanntschaften geschlossen: Zweimal wurden wir angesprochen, da mitfahrende Kanadier erkannt haben das wir deutsch sprechen. Der eine von den beiden ist am darauffolgenden Tag selber nach Deutschland geflogen, um dort zu arbeiten, der andere hatte (auch) einen deutschen Pass, hat aber, da er es sich nicht so sehr zugetraut hat, kaum deutsch mit uns gesprochen. Sein Kommentar zu seinen Deutschkenntnissen: „… vielleicht wie die Türken in Deutschland – also nicht wirklich gut“…
Schließlich sind wir aus der U-Bahn ausgestiegen, und direkt vor uns auf dem Platz war ein Festival mit Live-Musik am Laufen – das ist doch mal ein netter Start!
Leider ging es nicht ganz so schön weiter. Nachdem wir unsere schweren Koffer bis zu unserer gebuchten Unterbringung ‚All Days House 2‘ geschleppt hatten, und schließlich den Cheffe ans Telefon bekommen hatten, kam er – im folgenden Mr Nice Guy genannt – auch vorbei. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits völlig fertig – es war doch bereits ein langer Tag – und dann informierte er uns zu allem Überfluss, dass wir die Koffer gleich wieder aus dem Haus rauschleppen konnten: Das Haus ist voll, er fährt uns zu All Days House 3. Nachdem er es aber erfolglos versucht hat ein junges Pärchen aus dem Erdgeschoss ins Dachgeschoss zu vertreiben – es war bereits ziemlich spät – hat er uns dann immerhin dabei geholfen die Koffer nach oben zu schleppen.
Das Zimmer war dann allerdings ansonsten völlig in Ordnung – nur haben wir die Erfahrung gemacht, dass es ein Fehler ist 2 Laptops und eine Klimaanlage gleichzeitig am Stromnetz zu betreiben 😉
In den nächsten Tagen begannen dann die großen Touren durch Toronto! Jeweils von morgens bis abends, und die ganze Zeit mit Laptop und Rucksack auf dem Buckel – denn sooo sicher sah das Zimmer dann doch nicht aus. Dabei haben wir allerhand von Toronto gesehen: CN Tower, Jachthafen, Royal Ontario Museum, Science Centre, Hockey Hall of Fame, SkyDome (bzw. mitlerweile ‚Rogers Centre‘), Eaton Centre, Busker Festival und, und, und…
Nach den ersten paar Tagen haben sich zwar denn meine Schultern und Beine bedankt – aber es hat sich doch gelohnt! Besonders auffällig, neben den allgemeinen Touristenattraktionen, war die Mischung aus alten und neuen Gebäuden. Sei es eine Kirche beim Eaton Centre in einer Art Hinterhof, die komplett durch sie überragende Hochhäuser eingeschlossen ist, oder gar Hochhäuser mit Glasfassade, die komplett über oder um ein altes Backsteinhaus herumgebaut worden sind.
Am 26. August ist dann schließlich unsere gebuchte Zeit im ‚All Days House‘ abgelaufen. Am Tag davor hatten wir uns noch mit Mr. Nice Guy getroffen, um ihn zu fragen, ob wir verlängern können – das war aber leider nicht möglich. Auf Nachfragen informierte er mich sogar darüber, dass er für den Tag bereits doppelt überbucht ist… jetzt wissen wir auch, warum wir bei unserer Ankunft das Haus wechseln mussten. Und warum die beiden Deutschen, die am Tag unserer Ankunft auch noch ein wenig später eintrudelten zu uns sagten, dass Mr. Nice Guy sie in einer ganz andere Unterkunft unterbringen will – hatten wir also nochmal Glück gehabt.
Naja, jetzt mussten wir jedenfalls trotzdem raus. Tipp von Mr. Nice Guy: Das Dundas Square Hotel. Nachdem bei einer unseren im Vorfeld rausgesuchten Bed & Breakfasts niemand ans Telefon ging, haben wir dann auch wirklich dort angerufen – und es war tatsächlich noch etwas frei. Also, Koffer genommen, zur U-Bahn geschleppt, dort die Treppe runter geschleppt – was, da an dieser Station gar keine abwärts führende Rolltreppe vorhanden war gar nicht so einfach war – und schließlich bis zum ‚Dundas Square Hotel‘ geschoben. Bezeichnet ist, dass dieses fast direkt neben ‚All Days House 2‘ liegt, und wir uns an diesem Tag die ganze Schlepperei erspart hätten, wenn Mr. Nice Guy uns nicht spontan verlegt hätte…
Das Hotelzimmer war nicht unbedingt das schönste – und hinter das Bett zu schauen, hat sich schon gar keiner getraut, aber für den Preis und eine Nacht schon in Ordnung. Besonders praktisch war es auch, dass wir unsere Koffer vorm Einchecken fast den ganzen Tag, und auch nach dem Ausschecken wieder fast nen Tag an der Rezeption stehen lassen konnten, und abends bei dem freundlichen (aber etwas dümmlich wirkenden) Mann mit der Glatze abgeholt haben – so hatten wir noch einen Tag mehr Toronto unsicher zu machen, bevor es dann Abends mit dem Mietwagen nach Waterloo ging… und es ist auch schön, wenn jemand mal schlechter Englisch spricht als wir.
Das ich die ganze Zeit nur vom Schleppen und den Unannehmlichkeiten berichte, soll aber nicht ausdrücke, dass das ganze so blöd lief – Toronto war trotz allem super, nur lässt sich all das, was wir gesehen haben schwerer beschreiben, und daher versuch ich das lieber in Bildern darzustellen – und das reichhaltige Essen hab ich auch noch ausgeklammert… dafür wird es einen extra Beitrag geben 😉
Nur mal ein kurzer Test-Kommentar, ob es funzt… ihr dürft natürlich auch gerne Kommentare hinterlassen 😉
Mach doch mal nen Bundesliga-Beitrag auf. Sonst bist du ja völlig uninformiert. Hab gestern fast einen herzinfarkt bekommen beim Hören des Spiels…
Ich musste meinem Bruder auch ein lautes „NEEEIIIINNN!!“ ins Skype schreiben. Hat aber nichts genützt…. aber dementsprechend: Bundesliga hören kann man auch hier – aber ich hab tatsächlich nur das Ende mitbekommen… 😉
Hallo Klaus,
Deine Bereichte sind sehr gut. Ich hoffe, dass Du gesund und munter bist.
Alles Gute und bis bald einmal.
Karle und Roswitha
Hallo Klaus,
deine Bereichte sind sehr gut.
Ich hoffe, dass auch Du fit und munter bist.
Bis bald einmal.
Karle und Roswitha