Frankfurt – Toronto … und ich habs doch geschafft!

Jaa, ich hab es geschafft! Ich war zunächst einmal mehr als pünktlich am Frankfurt Flughafen. Und hab auf den Flieger gewartet. Länger als erwartet – der hatte nämlich Verspätung. Nee halbe Stunde – naja, das ist ja nicht viel, dacht ich. Und wurde auch kaum mehr, bis ich zum Zwischenstopp im Amsterdam ankam.

Während dem Flug wurde aber bereits durchgegeben, dass Leute, deren Anschluss vor 13:30Uhr geht, diesen wahrscheinlich nicht mehr bekommen, und sich am nächsten Transfer Desk melden sollen um sich Klarheit zu verschaffen. Anschlussflüge nach 13:30 Uhr sollten kein Problem darstellen. Hmm, ja – spannend! Mein Flieger geht genau um 13:30! Einige meinerMitreisenden traf es deutlich schlimmer… 13:15 Abflug – und nur ein Flieger pro Tag… supi!

Als der Flieger dann schließlich gelandet ist, schnell ausgestiegen, und ab in den Bus… und gewartet. obwohl zwei Busse da waren, wurde erst losgefahren als der ganze Flieger leer, und beide Busse voll waren. Naja, was solls, ich hab ja Zeit… *hust* … ne knappe halbe Stunde bis mein Flieger abheben(!) soll, wann er dann aufhört zu boarden wollte ich gar nicht wissen… geschätzter Weise nicht später als in 5 Minuten. Aber schließlich kam ich ja im Terminal an – nur wusste ich noch vom Hinflug, dass ich jetzt einmal quer durch den kompletten Amsterdamer Flughafen zu stapfen hätte… in der Zeit eigentlich nicht zu machen!

Also, auf zum nächsten Transfer Desk, und fragen, ob sie was für mich tun können – Busfahrt zum richtigen Terminal, oder Flieger, oder was weiß ich was… naja, aber erstmal Nummer ziehen und warten, bis ich an der Reihe bin… ich hab ja Zeit … und es hat auch nur knappe 5 Minuten gedauert, bis eine Angestellte der KLM (die Fluggesellschaft, mit der ich geflogen bin), Zeit für mich hatte. Ihr schnell meine Tickets in die Hand gedrückt, und sie gefragt, ob ich es noch schaffen kann! Tja, das war wohl eine äußerst komplizierte Frage, jedenfalls hat sie 5 Minuten dafür gebraucht etwas in ihren Computer zu tippen um mir dann eine Antwort zu geben, deren Genialität kaum zu übertreffen war: „Wenn du rennst, dann kannst du es vielleicht noch schaffen!“

Tja, mein Mono, dass kein Mono war, beinahe auskuriert … also kann ichs ja versuchen! Und vermutlich hab ich sogar nen neun Streckenrekord aufgestellt! Aber auch nur, weil ich mich bei der Passkontrolle auf halber Strecke extrem vordrängeln konnte – mit Erlaubnis der anderen Wartenden. Und ja, schließlich, um 13:27 – drei Minuten vorm offiziellem Abflug, kam das Gate in Sichtweite! Und mit dem Gate eine lange Schlange vor der Sicherheitskontrolle … ausgiebige Sicherheitskontrollen sind für sowas wirklich praktisch! 🙂
Also, sogar noch die Zeit genommen eine Falsche Wasser zu kaufen – im versiegelten Beutel, damit ich sie mitnehmen darf – , angestellt, und gewartet – schwitzend, aber glücklich!

Die Sicherheitskontrolle war dann auch kein Problem! Also noch schnell mein Ticket zeigen, und rein in den Flieger! Naja, bis zum Ticket zeigen hat das auch wunderbar geklappt. Der zweite Teil leider nicht. Was mir da dann von der Dame, die mein Ticket in Augenschein genommen hat, gesagt wurde, hat sich in meinen Ohren in etwa so angehört: „Toll das du es noch geschafft hast! Aber dein Flieger aus Frankfurt ist ja eben erst gelandet – in der Zeit konnte dien Gepäck nicht umgeladen werden, und ohne dein Gepäck können wir dich aus Sicherheitsgründen nicht fliegen lassen… Geh doch zum nächsten Transfer Desk (Anmerkung: Ach nee, den, den sie mir gesagt hatte, das war gar nicht der nächste) und da werden sie dir sagen, was du jetzt kannst – wahrscheinlich kommst du in die nächste Maschine“. Danke, von nem Transfer Desk komm ich gerade her – das mit dem Gepäck wurde trotz intensivster Computerrecherche da scheinbar aber nicht erkannt…

Das war ein Tiefschlag! Und das ihn meinen von Krankheit in Mitleidenschaft gezogenen und mit Endorphinen vollgepumpten – schließlich hatte ich es doch schon geschafft gehabt, oder? – Körper. Das hat mich da wirklich richtig runtergezogen…

Naja, half ja alles nichts, also auf. Tatsächlich wurde mir am Transfer Desk dann ein Platz im nächsten Flieger gesichert. 5 Stunden später. Das Heftchen mit Telefonkarte und Essensgutschein, das mir am Gate noch zugesichert wurde, da wollen sie mir aber dort nicht geben, weil die Verspätung in Frankfurt nicht ihre schuld gewesen wäre… tja, da kennen sich mich aber schlecht! Irgendwo hört der Spaß auf, und wenigstens hier konnte ich mich dann doch durchsetzen!

Das heißt 5 Minuten nach Hause telefonieren – dadurch konnten meine Eltern immerhin meinen Shuttle Bus in Toronto umbuchen – und Essen für 15 Euro! Dann also mal loslegen – Essen suchen! Schließlich auch was gefunden, und durch den großen, frisch gepressten O-Saft hab ich die 15€ auch perfekt ausgenutzt! So langsam gings mir auch wieder gut! Dann ist mir aufgefallen, dass ich denen nen Euro geschenkt habe … ich hatte mich vergriffen und nur nen kleinen O-Saft erwischt … uns so blöd das auch klingen mag: Das hat mich erstmal wieder runtergezogen, obwohl mir bewusst war wie albern das ist!

Naja, die restliche Zeit noch rumgebracht, und schließlich auf zum Flieger. Und diesmal durfte ich sogar rein! Und, das, wie ich einige Stunden später in Toronto feststellen durfte, trotz ihrer Sicherheitsbestimmungen, die besagen, das sich nicht ohne mein Gepäck reisen darf. Diesmal hatten sie wohl ne Ausnahme gemacht – jedenfalls war mein Gepäck noch in Amsterdam, als ich in Toronto ankam…

Bis ich das bemerkte verging allerdings schon ein bisschen Zeit – aber irgendwann war es einfach klar, dass kein neues Gepäck mehr aufs Band kommen wird… Also auf zum Schalter – Gott sei dank sind die alle frei… hmm, bis auf einen – wieso ist da denn so ne lang Schlange? Ah, das ist der von der KLM! Naja, immerhin konnten sie mir da sagen, wo mein Gepäck ist – bie den Leuten vor mir hatten sie keine Ahnung, aber das würde meistens innerhalb von 2 Tagen spästens wieder auftauchen…

Naja, Adresse aufgeschrieben: Und morgen soll er bereits da sein! Schade nur, dass ich nicht bereits 5 Stunden vorher da war… Also zum Shuttle Bus… der für mich nach der Umbuchung eingeplante war durch die Gepäckverzögerung schon weg. Immerhin hatten sie noch ’ne Fuhre nach Waterloo am Abend, auf die musste ich nur dann auch noch etwas warten… Aber letztendlich hab ichs doch geschafft,ich km in Waterloo an!

Was bleibt positiv zu vermerken? Hmm, mein Gepäck kam wirklich am nächsten Tag – auch wenn erst um 23:15, als ich gerne was schlaf nachgeholt hätte – und es gab eine Reaktion auf meine gepfefferte Beschwerdemai, bei der KLM sicher noch schlechter wegkam als hier: Ein 200$ Gutschein! Von daher wohl doch nicht mein letzter Flug mit denen – ich brauch nur noch ein Ziel 😉

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Ein Kommentar zu Frankfurt – Toronto … und ich habs doch geschafft!

  1. Großer Bruder sagt:

    Servus Klaus,

    hört sich ja echt prima an Deine Heimreise. Das topt sogar die Reise von Carola vor 2 Jahren nach Toronto. Von dem Geld was Du bekommen hast, kannst Du ruhig ein bißchen was abgeben, da wir jetzt ja auch Deine Geschichte mit Dir teilen

    Tschö
    Matthias

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