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Ich hätte nie mehr Curling spielen sollen…

Samstag, Oktober 27th, 2007

Diesen Eintrag wollte ich eigentlich gleich letzten Sonntag schreiben, aber irgendwie hats zeitlich nicht gepasst… und bevor ich nächsten Sonntag wieder spiel, muss er dann doch noch irgendwie auf meinem Blog landen!
Letzten Sonntag, beim Curlen, lief eigentlich alles ganz normal. Ich hab mit meinem Team gegen irgenwelche Gegner gespielt, und die Gegner haben geführt – halt wie immer. Aber ich hatte diesmal zumindestens nen ganz guten Tag erwischt… bis mein „Skip“ mir einmal gesagt hat, dass ich doch versuchen soll den „Rock“ direkt zwischen den gegnerischen Rocks durchzuschieben, und in der Mitte zu platzieren. Ich war da am anderen Ende der Bahn, und dachte mir: „Gut. Dieser ‚Wurf‘ (oder wie auch immer das genannt wird), ist selbst für den Profi kaum machbar, wieso also nicht probieren?
Also, gesagt – getan! Und tatsächlich, er passiert das erste Hinderniss – um Haaresbreite links vorbei – den zweiten gegnerische Rock – um Haaresbreite rechts vorbei – und „curlt“ dann genau in die Mitte! WOW! Als ich mir das ganze dann vom Nahen angeschaut hatte konnte ich das noch viel weniger glauben! Die Lücke, durch die ich den Rock hab gleiten lassen sah von nahem ehrlich gesagt so aus, als wär sie kleiner als ein Rock! Wie kam meiner dann da durch? Und dann dreht er sich auch noch genau zur Mitte und bleibt im roten Kreis liegen! Geil!

Und in diesem Moment wusste ich: Ich sollte jetzt aufhören und nie, nie mehr Curling spielen. Ich habe alles erreicht, was ich jemals im Curling erreichen kann, und einen besseren Wurf werde ich nie machen – ich kann mir auch gar keinen besseren vorstellen! Aber ich habe nicht auf mein Gefühl gehört, und weitergespielt…
Sah auch gar nicht so schlecht aus. In der nächsten Runde – die Gegner hatten 5 Rocks in der Zielzone als ich drankam, wir noch keinen – platzier ich mal locker meinen Rock wieder in der Mitte, diesmal wirklich punktgenau, wenn auch nicht mit allzu schwierigen Hindernissen (also: für meine Verhältnisse eigentlich schon!), und ich dachte mir: „Gut, dass ich doch weitergespielt habe! Zwei so starke Würfe (fast direkt) hintereinander, dass glaub ich ja gar nicht!“ Jaa, das war toll!

Doch dann nahm das Elend seinen Lauf… Der nächste aus dem gegnerischen Team hat meinen schönen, zentralen Rock mit ner netten Drehung einfach rausgehauen – und die Zielzone war wieder komplett in Feindeshand! Und auch in den nachfolgenden Runden lief es bei mir dann nicht mehr soo rund… Ich habe einfach den richtigen Zeitpunkt meine Karriere zu beenden verpasst – wie schon so viele Spitzensportler vor mir… aber eins bleibt mir: Auch wenn wir das Spiel 14:1 verloren haben – unser Punkt war mein Ausnahme-Wurf, den sie nicht weghauen konnten… sie haben lediglich die beiden Hindernisse getroffen, durch die ich durchmanövriert bin!