Technische Revolution: Waschmaschine

Auch in Kanada gibt es Waschmaschinen!

Und es gibt sie sogar zum gleichen Zweck, wie in Deutschland! Erfüllen tun sie diesen Zweck allerdings nicht ganz so gut… ich mein klar man kann genauso Wäsche rein tun, man kann auch Waschmittel reintun… und man kann die Sachen auch wieder rausholen – aber insbesondere dazwischen gibt es kleine aber feine Unterschiede!
Wenn ich jetzt zum Beispiel mal an meine Wollpullover denke. Waschmaschine auf, Pullover und Waschzeugs rein, Waschmaschine auf „Wollwäsche“, und los! Ne?
Hmm, wo ist hier gleich die Wollwäsche?

Wow! 3 Auswahlmöglichkeiten: Kalt, Warm und Heiß. Heiß schwankt übrigens so zwischen 50 und 60 Grad. Okay, Also Wollpullover mit der Hand waschen. Aber immerhin, alles andere kann man ja damit waschen! Stimmt! Mach ich sogar auch! Aber irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass das Ergebnis trotzdem nicht mit deutschen Waschmaschinen vergleichbar ist… also machen wir uns doch im Internet schlau – bei der allseits bekannten Enzyklopädie Wikipedia:

Die bereits Mitte der 1940er Jahre in Amerika vermarkteten Maschinen haben sich im Wesentlichen bis heute nicht geändert. […] Da die Durchwalkung der Wäsche fehlt und das Darübergießen der Waschlauge nicht wie bei einer europäischen Waschmaschine erfolgt, ist der mechanische Anteil an der Reinigung geringer und durch den Agitator auch die Belastung für die Wäsche größer. Solch ein waschbottichbasierter Toploader benötigt mehr Wasser, da die Wäsche komplett bedeckt sein muss; und damit die Lauge passt, auch mehr und vor allem schärfere Waschmittel. Es waren also nicht nur das Waschergebnis sondern auch ökonomische Gründe, die in Europa zum Verschwinden dieses Typs geführt haben. Seit Anfang des neuen Jahrtausends sind die europäischen Frontladerwaschmaschinen vermehrt auch in Nordamerika in Gebrauch. Sie werden unter der Bezeichnung HE-Waschmaschinen vermarktet, „HE“ steht für high efficiency.

Wow! Seit Anfang des Jahrtausends! High Efficiency! Nicht schlecht! Wie lang gibt’s Geräte dieser Art in Deutschland? 20 Jahre? 30 Jahre? Naja, aber vielleicht hatten wir ja immerhin 1940 etwas mit der amerikanischen Waschmaschine vergleichbares in Deutschland! Aber einen großen Vorteil haben diese Toploader schon: Deckel auf, und – schwupps – hat man die Gebrauchsanleitung vor der Nase:

Ich wüsste auch nicht, was schon alles passiert wäre, wenn ich nicht jedesmal daran erinnert werden würde nicht in der Waschmaschine zu spielen, und sie nicht mit leicht entzündbaren Flüssigkeiten zu befüllen… Und der Trockner sieht übrigens so ähnlich aus:

Mit dem bin ich allerdings trotzdem soweit zufrieden – schließlich ist er mit 3 Einstellungsmöglichkeiten genauso leicht zu bedienen! Und in den darf ich scheinbar auch entzündbare Flüssigkeiten rein tun… dass muss ich mir unbedingt merken, falls ich mal welche trocknen will! 😉

Zu guter Letzt noch ein Link zu einem anderen Blogeintrag über amerikanische Waschmaschine, über den ich mal gestolpert bin! Sehr witzig und lesenswert! Und daher auch praktisch für mich: Mein Beitrag muss diesmal gar nicht so witzig sein, die Lacher bekommt ihr ja auch woanders! 😉

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4 Responses to “Technische Revolution: Waschmaschine”

  1. Mutsch sagt:

    Jetzt weiß ich endlich, was mir schon immer gefehlt hat. Ein toller, viel Wasser und Waschmittel verbrauchender Toplader – Bottichwaschmachine. Ich hoffe, wenn er schon nicht so effizient wäscht, dass er die Wäsche wenigstens ordentlich ausschleudert, damit man nicht zuviel Waschmittelreste auf die Haut bekommt.
    Übrigens hatten wir in den 50er Jahren in Deutschland in sogenannten besseren Häusern (z. B. bei uns im Pfarrhaus) einen großen Waschbottich in der Waschküche festinstalliert, er arbeitete nach einem ähnlichen Prinzip, nur das Auswaschen der Wäsche erfolgte außerhalb in einem separaten Wasserbehälter, ebenso das Schleudern. Das war natürlich mehr Arbeit, ergab aber vermutlich sauberere Wäsche.

  2. Helmut sagt:

    Etwas uneffizienteres als dieses Gerät gibt es in der Tat nicht. Ich hätte nie gadacht, dass ich mal meine Wäsche in spezielle Waschsäcke verpacke vor dem Waschen (um sie vor dem hässlichen, drehenden, kleiderzerreissenden Stab in der Mitte der Waschmaschine zu schonen)…

    Der Artikel ist super geschrieben, ich fühle mich gleich in die selbe Lage versetzt…

    Helmut

  3. Klaus sagt:

    Vielen Dank! Aber du fühlst dich nicht in die gleiche Lage versetzt, weil der Artikel gut geschrieben ist, sondern weil du in der gleichen Lage bist! ^^

  4. DtmR sagt:

    Ja, das sehe ich auch so!
    Und seit der Trockner nun auch endlich deinen Socken vollständig verdaut hat, ist er wieder schön leise… 🙂